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Gedicht zum 10-jährigen Jubiläum - siehe weiter unten:

Die Bilfinger Mäddich Bühne wurde 1994 gegründet und führte 1995 das erste
Theaterstück auf. Der Reinerlös der Aufführungen aus den bisherigen Jahren wurde
stets für soziale Zwecke gespendet. Näheres siehe unsere Spendenseite.

Im Sommer 1993 kam mir der Gedanke den neu renovierten Kronensaal, in dem
einst das gesamte Bilfinger Vereinsleben pulsierte, wieder zu beleben.
Was lag da naher als ein Laientheater zu gründen. Hubert "Sandy" Sandner war, mit
meiner Idee konfrontiert, sofort hellauf begeistert. Wir überlegten gemeinsam wen
wir zum Mitmachen bewegen wollten.
Im August wurden dann einige angesprochen und sie waren begeistert.
So kam es am 15. März 1994 zur Gründersitzung im Kronensaal.
(Gründungsmitglieder siehe Seite Mitglieder und Darsteller)

Auf den Namen "Mäddich Bühne" haben wir uns sehr schnell geeinigt, da doch
"Mäddich" der Neckname der Bilfinger ist und eigentlich "Mit Euch" bedeutet.

Ich hatte von einem Kollegen, der ebenfalls Laiendarsteller ist, ein Stück
(Das Heiratsgenie) erhalten von dem er als "Start" überzeugt war. Dieses wurde
von allen akzeptiert. Dennoch dauerte es bis zum 5.5.1994 bis die 1. Leseprobe
stattfand da noch eine weibliche Darstellerin gesucht wurde. Monika Jura
aus Berghausen wurde schließlich durch unsere "Margit" gefunden.

Man probte von nun an stets in der Kellerbar beim "SAO" Alfred Kasper.
Kurz vor Weihnachten wurde der Kronenwirt, H. Diana, von unserem Vorhaben
informiert und er war sofort begeistert.

Am 1.2.1995 kann "Sandy" unseren Bürgermeister Herrn Korb als Schirmherrn
gewinnen und läßt unsere drei Termine, man war ja skeptisch ob überhaupt so
viele Leute kommen, eintragen. So konnten wir ab dem 4.2.1995 mit den
Bühnenarbeiten beginnen.

Am 16.3.1995 startet schließlich der Vorverkauf. Es waren drei Termine angesetzt
um die 300 Karten zum Preis von 10,00 DM zu verkaufen. Pro Veranstaltung
können wir 100 Sitzplätze anbieten. Die Überraschung war groß innerhalb von
45 Minuten waren wir restlos ausverkauft. Mit einer Liste werden sämtliche
Interessenten, die an diesem und den folgenden Vorverkaufstagen leerausgingen,
festgehalten. Es werden 4 weitere Aufführungen (die im Juni und Juli folgen)
erforderlich.
Alle Aufführungen finden riesigen Anklang beim Publikum. Die Resonanz im Dorf
ist umwerfend.
Beim Mostfest der Bilfinger Most- und Schmalzbrotfreunde werden 7 x 2 und bei
den Hobbyfreunden 3 x 2 Freikarten für die Spielzeit 1996 verlost.

Am 9. April haben wir im Kronensaal eine schöne Zusammenkunft mit
Bürgermeister Korb. Eigentlich war dies als Abschluss gedacht doch wer konnte
diese Resonanz ahnen. Sandy spendiert T-Shirts und Mützen mit unserem Emblem
aufgedruckt.

Nach den erfolgreichen 7 Aufführungen, 30 Proben und 192 Arbeitsstunden
machten wir uns bereits an die Planung für 1996. Was für ein Stück, wer macht
neu mit usw. viele offene Fragen. Als ich das Stück schon hatte (wieder von
meinem Kollegen) kam ich auf die Idee selbst eines zu schreiben. Parallel dazu
liefen die "Neuverpflichtungen" (siehe Mitglieder und Darsteller). Mit meinem
Stück "Eine Kuh kommt selten alleine" nahmen wir unser 2. Jahr in Angriff.
Nach 24 Proben und 148 Arbeitstsunden erlebten wir einen "Wahnsinnsansturm"
beim Vorverkauf. Mehrere Stunden vor Öffnung des Kartenlokals standen fast
100 Personen um Karten zu ergattern. Nach nur 40 Minuten waren sieben
Veranstaltungen ausverkauft und wir schoben flugs noch eine achte nach.
Das war eine turbulente Zeit mußten wir auch noch eine Umbesetzung vornehmen, zum
 Glück konnte meine Nichte (siehe Mitglieder und Darsteller) einspringen. Aber allen
 Turbulenzen zum Trotz auch im 2. Jahr war die Resonanz hervorragend und überall
 ernteten wir Lob und Anerkennung.

Wie würde es uns 1997 bei meinem 2. eigenen Stück "S'Testament" ergehen? Auch
hier mußten wir eine Umbesetzung vornehmen aber auch wir Laienspieler haben
ein Liebesleben und somit konnte Siggi's Freundin hierzu gewonnen werden. Für
den pausierenden Sao konnten wir den "alten Faschingshasen" Günter Roth überreden
mitzuspielen. Vorweg gesagt er war der "Renner" überhaupt.

In diesem Jahr führten wir erstmals einen Kostümball während der
Faschingskampagne durch. Auch er wurde ein voller Erfolg. Alle Gäste versprachen wieder-
zukommen (mal sehen 1998). Nach über 300 Arbeitstsunden blickten wir
gespannt dem Vorverkaufstag entgegen. Dieses Jahr waren noch mehr noch früher
angestanden und die dieses Mal gleich eingeplanten 8 Veranstaltungen waren binnen
40 Minuten weg. Leider mußten einige Karteninteressensten leer ausgehen, so daß
wir für 1998 ein neues System überlegen mußten.

Die einhellige Meinung der Aufführungsbesucher, "erneut eine Steigerung gegenüber
den Vorjahren, obwohl alle dachten dies sei gar nicht möglich. Naja irgendwann ist
es so, dann können wir uns wirklich nicht mehr steigern.

Vor dem Entwurf meines nächsten Stückes - übrigens hat der Theaterbuchverlag
Rieder die Rechte an meinen beiden ersten Stücken gekauft und will sie verlegen -
mußte ich leider weitere "pausierende Akteuere" von der Besetzungsliste streichen.

Jetzt mußte also ein neues System her aber was für eines? Wir beschlossen es
einmal mit der Begrenzung auf 10 Karten pro Person und der Vorverkauf wurde
auf einen Samstag (13.00 Uhr) im Feuerwehrhaus festgelegt.

Wir wollten um 10.00 Uhr das Feuerwehrhaus öffnen, doch da ab 06.00 Uhr bereits
viele in der Kälte standen öffnete Feuerwehrkommandant und Mäddich-Mitglied
Udo Frey schon um 09.00 Uhr. Bis zu unserem Start des Vorverkaufs war der Saal
gefüllt, die Stimmung prächtig und die Feuerwehr freute sich über ein paar Mark
Einnahme, die sie zur Restaurierung einer alten Handspritze verwenden wollen.
Der Vorverkauf lief sehr zügig und es mußten wirklich nur ein paar wenige
"Zuspätkommer" ohne Karten nach Hause gehen. Das neue System wurde
allgemein sehr gelobt und wir konnten unsere Vorbereitungen zu den Aufführungen
des Stückes "Der gemeine Hasendieb" übergehen.

Doch dann kam der Schock unser Siggi erkrankte schwer und trotz dieser Sorgen
und Ängste mußte es weitergehen. Wir fanden zum Glück schnell Ersatz (Alexander
Knauß), doch dann gab Alexandra (Lebensgefährtin vom Siggi) zu erkennen, daß sie
nicht auftreten kann, solange es dem Siggi so schlecht geht. Also nochmals Ersatz
suchen, hier wurde ebenfalls recht schnell aus Ersingen die bühnenerfahrene Ursel
Schunck gefunden. Allerdings wirbelten die beiden Ersatzleute unseren Terminplan
durcheinander und wir mußten am Vorverkaufstag die Änderungen bekanntgeben
(erstmals waren 2 Sonntage dabei). Aber im Nachhinnein können wir sagen, daß
trotz aller Probleme die Aufführungen insbesondere auch die Sonntage wieder voll
einschlugen.

Leider konnten wir den Wirt nicht überreden auch 1999 ein oder zwei Sonntage uns
den Saal zur Verügung zu stellen, eigentlich schade.

Am 28. Mai 1998 überreichten wir anläßlich der Streetballplatzeinweihung unserem
Schirmherrn und Bürgermeister Ernst Korb einen Spendenscheck über 6.666 DM.

Wie würde die Besetzung für 1999 aussehen, das war für mich die wichtigste Frage.
Erfreut konnte ich nahezu alle Aktive einplanen. Aber ich wollte unbedingt auch
noch so ein I-Tüpfele bekommen, naja mal sehen.

Die Idee war recht schnell geboren - es muß mal unbedingt in einem Wirtshaus
spielen. Aber wir hatten doch das Bühnenbild vom Jahr 1998 im Freien noch, was
tun, schwupps dann machen wir halt eine Gartenwirtschaft. So entstand das Stück
Das heilige Glöckle von Bad Kämpfelbach. Doch bevor ich den Schluß schreiben
konnte mußte ich mit dem Duo ("Wildecker Herzbuben") noch verhandeln.

Beide waren bereit den Schluß zu gestalten und ich darf vorwegnehmen es wurde
der Knaller schlechthin. Der Playbackauftritt wurde tatsächlich mein I-Tüpfele.

Auch dieses Mal war der Vorverkauf wie jedes Jahr, 5.30 Uhr Warteschlange -
10.00 Uhr Beginn und schnell waren wir ausverkauft. Gut lief auch unser Verkauf
der Mäddich Bühnen Aufkleber.

Die Aufführungen liefen durchweg hervorragend und wir hatten nur geringfügige
Gesundheitsprobleme die aber keinen Ausfall hervorriefen.
Da ich auf der Bühne als Pfarrer mit einer Sammelbüchse unterwegs war nutzte
ich auch den Playbackauftritt unserer herzbuben und ließ die Büchse im Saal
herumreichen - was anfangs als Scherz gedacht war - ergab eine erstaunlich stattliche
Summe und wir konnten ein so ein kleines Essen für die Aktiven spenden und für
Herrn Pfarrer Kopp (von dem hatten wir die Sammelbüchse) blieb auch noch ein
schöner Rest.

Nach einem sehr harmonischen Verlauf, mit einer Masse an Aktiven, war es schon
zu erwarten, daß im Jahr 2000 doch der eine oder andere pausieren würde. So blieben
mir gerade mal 4 Frauen und 3 Männer für das neue Spieljahr. Aber auch hier war
schnell klar mit einer Doppelrolle kriegen wir auch mal was Neues auf die Bühne
und zudem wollte ich noch einmal ein Lustspiel schreiben, das micht den bäuerlich
o.ä. Charakter hat.

Also nicht ganz so einfach mein Vorhaben aber es muß einfach gelingen. Trotz
meiner Skepsis nach Fertigstellung waren nach den ersten Leseproben alle Aktiven
der Meinung das Stück sei wieder sehr gut.

Bei Vorverkauf wollten wir noch einmal testen ob die Karteninteressenten später
aufstehen würden wenn wir erst um 13.00 Uhr beginnen würden. Pustekuchen bereits
um kurz vor 5.00 Uhr standen die ersten an. So wurde es natürlich eine sehr lange
Wartezeit, aber hier werden wir wieder etwas ändern. Letztendlich gingen aber alle
zufrieden nach Hause - wir weil wir ausverkauft waren und die Interessenten, weil
keiner leer ausging.

Die Proben verliefen einigermaßen normal und gerade als wir in die heiße Endphase
eintreten wollten, mußten wir wieder Esratz suchen, Margit Dieterle die noch keinen
Auftritt seit Gründung der Mäddichbühne verpasst hat mußte leider absagen, da ihre
Mutter schwer erkrankt im Krankenhaus lag. Nun war es wieder unsere Ursel die
sofort einsprang. Sie hatte noch 5 Proben für eine relativ große Rolle und so war sie
auch in der Premiere entsprechend nervös. Doch sie hatte alles im Griff und lief in den
folgenden Aufführungen zu Hochform auf.

Am Ende der 9 Veranstaltungen war auch ich zufrieden, hatte ich doch anfangs
Bedenken wegen der Umstellung von Bauernschwank in ein Lustspiel mit leicht
kriminalistischem Einschlag.
 

Dan mal wieder was weniger erfreuliches - unser Kronenwirt macht von heute auf
morgen dicht und zwar am 23. Juli 2000.

Doch das Bangen hat bald ein Ende am 1. September 2000 eröffnet Claudio Lajosa
die Krone neu. Mal sehen wie die Zusammenarbeit ist.

Anfangs gestaltet sich genau diese als sehr vielversprechend. Aber schon bei unserem
Kostümball wurden wir eines Besseren belehrt.

Die Zusammenarbeit entwickelte sich chaotisch, Claudio hielt sich an keine Absprachen
und hatte nur seine Einnahmen im Kopf. Auch unsere fleißige Bedienung Roswitha was
nach nur drei Veranstaltungen unter Angabe von dubiosen Gründen von ihm regelrecht
hinaus geschmissen worden. Nun mussten unsere Gäste teilweise über eine Stunde auf ihr
erstes Getränk warten. Zum Glück haben jedoch unsere Zuschauer gut unterscheiden
können, dass das nicht auf uns zurückfiel.
Kaum war die letzte Aufführung vorbei, wurde Claudio nicht mehr gesehen. Auch der
Besitzer der Kronen, Herr Schmelzer, er war übrigens erstmals als Gast bei einer Auf-
führung anwesend, fiel aus allen Wolken als er dies erfuhr.
Somit sind wir seit 2. April ohne Wirt. Wir hoffen natürlich, dass sich recht bald
ein neuer findet.
Von der Truppe ist zu berichten, dass die Proben eigentlich hervorragend liefen, bis
ja bis unser Günter, auf dessen Mitwirkung wir uns so gefreut hatten, aus gesund-
heitlichen Gründen passen musste. Zum Glück hat uns unser Udo nicht hängen gelassen,
trotz beruflicher starker Belastung erklärter er sich spontan bereit einzuspringen. Und
dies nur wenige Wochen vor der Premiere. Mit Elan und vollem Einsatz kniete er sich in
diese Rolle hinein und entwickelte sich dabei zu weit mehr als nur einem Ersatz, nein,
er wurde, so der allgemeine Tenor aus den Reihen der Zuschauer, zu einem der heraus-
ragenden Akteure der Aufführungen.
Nach den Aufführungen ist es bei uns üblich, dass wir eine Aktivensitzung abhalten.
hierbei wird die Kampagne nochmals durchgesprochen und die Weichen für das
nächste Jahr gestellt. Hier mußte ich als Autor leider zur Kenntnis nehmen, dass für das
nächste Jahr nur zwei männliche Rollen besetzt werden können. Aber es hat sich
einige Wochen später eine erfreuliche Entwicklung abgezeichnet, doch für wen ich und
über was ich für das Jahr 2002 etwas schreibe - nana wer wird
denn so neugierig sein - bitte Geduld bis 2002.

Bei dieser Sitzung haben wir auch einstimmig beschlossen einen Verein zu gründen,
Näheres erfahrt ihr unter der Seite Verein.

Und wer spielte überraschen 2002 wieder mit, ja unser Alfred “Sao” Kasper. Der Mit-
begründer hatte nach fünf Jahren Babypause ein tolles Comeback. Und eine weitere
erfreuliche Nachricht war, dass wir ab November 2001 wieder einen Wirt hatten.

Das neue Pächterpaar Tanja und Mario zeigte sich sehr kooperativ und so war uns vor
unseren Aktivitäten überhaupt nicht mehr bange und wir konnten getrost Kostümball und
Aufführungen planen. Nach dem ersten Aufführungswochenende hatte das Bewirtungs-
team, die dabei wenig auftretenden Kinderkrankheiten überstanden und wir konnten
mit ihnen wirklich hoch zufrieden sein.

Für das neue Stück hatte unsere Tina einen Wahnsinnsentwurf für das Bühnenbild
(Gewölbekeller) gezeichnet und unser handwerklicher Leiter Alexander Knauß, stand vor
kniffeligen Aufgabe. Den Rohbau erledigte er unter der Mithilfe von Sabine Franz, Hubert
Sandner, Tina und Wolfgang Haberstroh mit Bravour. Den letzten Schliff haben dann Tina
und Sabine in so hervorragender Art und Weise hingekriegt, dass wir bei den Aufführungen
sofort beim Vorhangöffnen einen Extraapplaus ernteten.

Bis auf einen kleinen Zwischenfall, der uns zwang die Vorstellung für die Gemeinde-
verwaltung um 2 Wochen zu verschieben gingen unsere neun Vorstellungen ohne
Zwischenfälle über die Bühne und die im Verhältnis zu vorangegangenen Jahren, etwas
kleinere Truppe zeichnete sich durch einen hervorragenden Zusammenhalt aus, was sich
auch während den Aufführungen als sehr förderlich erwies. Gigantisch was jeder aus
seiner Rolle herrausholte und unser Souffleur “Mr. Coolman” Torsten Franz war
jederzeit Herr der Lage und unterstützte die Akteure auf der Bühne in seiner bekannt
ruhigen Art.

Nun bin ich als Autor, natürlich gespannt auf unsere Aktivenversammlung, bei der ich
die Truppe für das nächste Jahr zusammenstelle.

Erfreulich ist auch unsere Entwicklung bei den Mitgliederzahlen, erfahrt ihr unter der Seite
Verein.

Bei der Aktivensitzung 2002 waren alle Aktiven anwesend. Es gab einen Rückblick auf die
erfolgreiche Saison, bei dem vor Allem immer wieder der hervorragende Zusammenhalt hervor-
gehoben wurde. Die Truppe für das Jahr 2003 fand sich rasch. Unser Alex hatte die
Idee mal wieder im Freien zu spielen. Da ich schon gewisse Vorstellungen hatte was ich
schreiben könnte, fragte ich ihn ob es möglich wäre ein Mühlrad zu bauen, über das richtiges
Wasser läuft. Da er sofort begeistert war von der Idee, war der grobe Handlungsrahmen für das
neue Stück gefunden. Ein Müller mit Naturkostladen sollte es werden.
Neben Brigitte Fischer erklärte auch Günter Roth, sein Mitwirken. Damit war für mich klar;
wer was spielen musste. Hubert ein Landstreicher, Günter und Margit benachbarte Forellen-
züchter, mit Tochter Sabine, Ursel eine Zeitungsausträgerin, Viola eine Möchtegernwahr-
sagerin, Brigitte die alte Müllerin und Besitzerin eines Naturkostladens, ich der ledige Müller
und Alexander mein Geselle. Somit konnte ich mich ans Schreiben machen.

Das Stück schrieb ich im Aprilurlaub und präsentierte es in der 2. Aktivensitzung Mitte
September. Doch noch vor den ersten Leseproben erklärte Viola, dass sie nicht mitspielen könne.
Bumms, das hat gesessen. Das Stück ändern? Das würde meine ganze Handlung durcheinander
bringen. Unsere pausierende Alexandra Hugl konnte leider nicht einspringen, woher nun Ersatz
nehmen? Jeder machte sich Gedanken und tatsächlich hatte unsere Brigitte die Lösung. Sie
brachte eine Arbeitskollegin mit. Silvia Juranek war somit sofort bei der ersten Leseprobe dabei.
Nach einer kurzen “Aufwärmphase” passte sie sich hervorragend ins Team ein und ist inzwischen
nicht nur ein fester Bestandteil der Truppe, sondern aufgrund ihrer Art und ihrer absoluten Text-
sicherheit, gar nicht mehr aus der Truppe wegzudenken.
Neben Bühnenbau flutschen inzwischen auch die Proben. Da kam der nächste Schocker,
Hubert mußte kurzfristig aussteigen. Mir fiel sofort unser Achim ein, er war der Einzige, der inner-
halb von nur zwei, drei Wochen diese Menge Text lernen könnte. Doch passten unsere Termine?
Die Karten waren schon verkauft. Gott sei Dank alles passte und Achim schlüpfte in die Rolle des
Penners und Landstreichers.

Dank seinem großen humoristischen Talent, verkörperte er den Penner in herausragender
Manier und so wurde mein Stück “Ein Müller auf Abwegen” wieder ein voller Erfolg.
Auf der Bühne drehte sich ein riesiges, nur von Wasserkraft angetriebenes Mühlrad und
alle Schauspieler wuchsen während den Vorstellungen über sich hinaus.
Alex hatte als handwerklicher Leiter ganze Arbeit geleistet, Tina ein Bühnenbild entworfen
und künstlerisch gestaltet, dass eine wahre Freude machte wenn sich derVorhang öffnete
und wir schon für das Bühnenbild einen Riesenapplaus bekamen. Torsten soufflierte in
seinem mittlerweile dritten Jahr gewohnt cool, nicht umsonst nennen wir ihn unseren Mister
Coolman und selbst der zwischenzeitlich gesundheitlich stark angeschlagene Alex hielt
fantastisch durch.
Aber wie immer wenn es rund läuft kommt wieder irgend ein Hammer. Unser Wirt Mario
verschwand ohne Ankündigung vier Wochen nach Ende unserer Aufführungen. Wir hatten
freitags noch Generalversammlung und montags war er wie vom Erdboden verschluckt.
Für uns galt nun für das Jahr 2004, immerhin ein kleines Jubiläumsjahr (10 Jahre), so zu
planen, als ob wir rechtzeitig wieder einen Wirt bekommen würden.
Nachdem mir bei der Aktivensitzung wieder 4 Frauen und 4 Männer ihre Teilnahme zu-
gesagt hatten, brauchte ich nur noch eine Idee für die Handlung. Wieder mal war es unser
Alex der mit einem Gedanken meine Fantasie beflügelte. Er fände eine Kellerluke mal was
Interessantes und dann war da noch während den Aufführungen 2003 mal unserer Brigitte
so eine Schnapsidee gekommen, dass sie und der Alex einmal in einem Stück heftig flirten
 könnten. So war der Rahmen abgesteckt und ich schrieb ein Stück um eine Kohlenhändler-
familie herum. Lange Zeit machte uns unser Alfred “Sao” Sorgen, gesundheitlich stark an-
geschlagen mit mehreren Krankenhausaufenthalten fehlte er immer wieder bei den Proben.

Dann musste auch noch unsere Margit kurz vor der “heißen” Probephase in eine Kur. Keine
guten Vorraussetzungen für unsere Vorbereitungen waren dies, die erhielten einen weiteren
schweren Dämpfer, als ich nach meinen Novemberurlaub zum ersten Mal wieder in den
Kronensaal ging. Der Besitzer hatte überraschend einen neuen Wirt gefunden, und der hatte,
obwohl er wußte, dass die Bühne in überhaupt nichts angeht, unser komplettes Bühnenbild
weiß überstrichen. Dabei wurde natürlich auch unser neuer Vorhang, den wir uns für das
Jahr 2003 leisteten, kräftig mit eingepinselt. Landschaftsbilder von Tina im Hintergrund,
alles weiß. Wir mußten nun das Bühnenbild komplett abbauen, da wir über die dicke weiße
Farbe nicht mehr tapezieren konnten. Zum Glück konnte unser Alex über die Fa. Gröbel,
bei der er beschäftigt ist, einiges Material beziehen und so enstand wieder unter der Feder-
führung von Tina und Alex, tatkräftig von Margits Mann Werner unterstützt; ein schönes
Bühnebild.

Leider funktioniert es zwischen uns und em neuen Wirt nicht so richtig, er scheint nicht zu
begreifen wie wichtig wir für ihn sind, aber vielleicht wird es nächstes Jahr besser.

Für das Jahr 2005 konnten wir wieder eine Truppe zusammenstellen die mit Feuereifer die
neue Saison in Angriff nahm. Auch unsere Suche nach “neuen Gesichtern” war mit der Zusage
von Carmen Krauß erfolgreich und wie sich später herausstellte auch ein Volltreffer.
Mitte September konnten wir unsere Termine festlegen und unserem Kronenwirt mitteilen, der
zum Glück in dieser Zeit keine anderen Veranstaltungen im Saal geplant hatte. Erfreulich
schien sich auch die Zusammenarbeit zu entwickeln, da er uns bat erfahrene Bedienungen
für ihn zu suchen und auch bei der Speisekarte hat er aufgrund seiner Erfahrungen aus 2004
Einiges umgestellt.
Für die Saison liefen nach Fasching unsere Vorbereitungen auf Hochtouren und Proben sowie
der Bau des neuen Bühnebildes verliefen problemlos, gespannt fieberten wir der Premiere
entgegen. Da wir dieses Jahr eine “Schneiderwerkstatt” spielten, fanden wir mit der
Schneiderei Alexandra Gindele einen passenden Werbepartner und Requisitenlieferant.
Alle Aktiven liefen nun zu Hochform auf und auch das nötige Drumherum lief sehr
erfreulich, so dass die Gäste stets zufrieden den Kronensaal verließen. Die Zusammenerbeit
mit dem Kronenwirt und seinem Bewirtungsteam, allen voran die Bedienungen aus dem “Flecke”
Bettina, Nadine und Roswitha, lief reibungslos. Hoffen wir, dass wir auch für 2006 wieder
eine erfolgreiche Saison bestreiten können.

Und wie die erfolgreich wurde, damit hatten wir alle nicht gerechnet. Nachdem wir recht schnell
die Aktiven für das Jahr 2006 gefunden hatten, war es im Spätjahr deutlich, dass es diese Saison,
schwierig wird geeignete Probentermine zu finden. Aber trotz der geringen Anzahl an Proben, 16
Proben bedeuten absoluten Minusrekord, liefen alle Akteure ab der Generalprobe zu Hochform
auf. Auch war beim Kronenwirt deutlich zu spüren, dass er nun 2 Jahre Erfahrungen gesammelt,
hatte. Er und sein Bewirtungsteam zeigten in den beengten Räumlichkeiten der Krone eine wahre
Meisterleistung unser Dank gilt dem Wirt H. Braun, dem Thekenteam Tanja, Victoria und Juri
und den Bedienungen Bettina, Nadine und Roswitha. Es war eine Saison, die abgesehen von den
schwer festzulegenden Probeterminen, eine rundum gelungene Sache war.


Fortsetzung folgt

Dieses Gedicht wurde von Sabine Franz verfasst und am Ende der
Premiere 2004 von Margit Günther vorgetragen. Die von Sabine
Franz und Matthias Wessinger gebastelte Mini-Bühne (Bild oben)
überreichten mir dabei die Aktiven.

 

10 Jahre Mäddich

 

S´Gerücht geht in unserm Flecke rum
D´Mäddich Bühn feiert ä Jubiläum.

Ä Gerücht isch des koins, des isch klar,
Mäddich-Bühn wird scho 10 Jahr.

Wie alles begann will i eich berichte
Und häb mol augfange, was zu dichte.

Die Idee zu dem ganze – mache mers kurz-
Kam em Wolfgang  - wie en Furz.

1993 sah de Wolfgang de renovierte Kronesaal –
und hatte eigentlich koi annere Wahl

Ä Laientheater zu gründe war sei Idee,
de Sandy war glei mit von de Partie.

Jetzt wer soll do mitmache un wie nennt mer sich??
Mitspieler ware schnell gfunne und de Nome: MÄDDICH!!

1994 dann die erschte Probe – und des isch wahr,
ware beim Sao in de Kellerbar.

Gegründet war dann schnell und kühn,
im März 1994 die Bilfinger Mäddich Bühn.

1995 henn sich dann die Ereignisse überschlage,
de Korb wird Schirmherr und mir verkafe erschtmols Karde.

Drei Veranstaltungen ware ratzfatz weg
Ma könnt grad moine, s´gäb was neis im Fleck.

S´Dorf war so begeischtert von derre Sache,
do musste mer nomol viere mache.

„S´Heiratsgenie“ war ä Stückle mit viel Humor,
do kame auch Männer als Fraue drin vor.

1996 dann kam em Wolfgang die Idee,
so ä Stückle selber schreibe wär doch schee.

Gesagt, getan, ob´s okommt, konnt mer nur hoffe,
aber „ä Kuh kommt selde alloi“ hat voll ins Schwarze troffe.

Seitdem isch d´Wolfgang im Urlaub voll in seim Element –
Wenn ihm ä neis Mäddich-Stückle aus de Feder springt.

En weitere Stern am Mäddich Firmament,
war in de Saison 1997 – S´Testament.

Au de erschte Kostümball im selbe Johr,
kam bei de Bilfinger super ao.

1998 dann – des war richtig lieb,
spielte mir „De gemeine Hasedieb“.

Gaststars ware d´Wildecker Herzbube – wer hätt des gedacht
In ´99 im „Heilige Glöckle von Bad Kämpfelbach“.

Die Kriminalkomödie in 2000 war unbekanntes Terrain,
aber d´Leut lachte übber „Die verschwundene Untermieter“ so manche Trän.

„Gewitterwolke überm Steidighof“ ernteten in 2001 viel Applaus,
so machte uns au des „verflixte 7. Johr“ nix aus.

Im August 2001 war es dann endlich vollbracht,
mir henn aus dem Haufe do en Veroi gemacht.

Em neue Vorstandsduo wars im Mage ganz flau
Denn ab jetzt heisse mer „Bilfinger Mäddich Bühn e.V.“

In 2002 war de Gewölbekeller de absolute Reißer
Als die „Pleitegeier über Gut Weinstein“ kreiste.

Eure Lachsalven erschütterten 2003 den Kronesaal,
als bei uns  „Ein Müller auf Abwege“ kam.

In unserem Jubiläumsjahr 2004 geht’s um viel Kohle
Mir mache „Schwarze Geschäfte“ - unverhohle.

Des ware jetzt im Kurzabriss
10 Johr von de Mäddich -Gschicht.

Doch was wäre all die Mühe wert,
gäbs koi Publikum, des uns so ehrt.

Für 10 Johr Lache, Klatsche und  Uffmerksamkeit,
danke mir unserm tolle Publikum heit.

In diesem Sinne komme mer nun zum Ende
Indem mir eich euern verdiente Beifall spende.